Das ist enthalten
- Austausch von Heberglocke und Dichtungen
- Erneuerung defekter Füllventile
- Reparatur von Betätigungsplatten und Drückern
- Arbeiten an Unterputz-Spülkästen
- Einstellung der Spülmenge
Der teuerste Defekt, den man nicht hört
Eine nachlaufende Toilettenspülung macht kaum Geräusch. Sie verrät sich erst auf der Jahresabrechnung – und dann geht es nicht um ein paar Euro. Es läuft rund um die Uhr Wasser in die Schüssel und von dort in den Kanal, und bezahlt wird es zweimal: als Trinkwasser und als Schmutzwasser. In Hamburg summiert sich das auf 4,68 Euro je Kubikmeter.
Zwei Tests, die zehn Minuten dauern
Der einfachste: Legen Sie ein trockenes Stück Papier an die Rückwand der Schüssel, knapp oberhalb des Wasserspiegels. Wird es innerhalb weniger Minuten feucht, läuft Wasser nach.
Der gründlichere: Lesen Sie den Wasserzähler ab, benutzen Sie zwei Stunden lang kein Wasser, lesen Sie erneut ab. Bewegt er sich, geht irgendwo Wasser verloren – und die Toilette ist der häufigste Kandidat.
Was tatsächlich kaputt ist
In den allermeisten Fällen die Dichtung der Heberglocke. Das ist der Gummiring, der den Ablauf im Spülkasten verschließt. Er härtet mit den Jahren aus, verzieht sich, und dann sitzt er nicht mehr sauber auf – Wasser sickert durch.
Der zweithäufigste Fall ist das Füllventil: Es schließt nicht mehr richtig, der Kasten läuft über, und das Wasser geht über den Überlauf in die Schüssel. Beides sind Ersatzteile, keine Neuinstallation.
Auch Unterputz-Spülkästen sind zugänglich
Viele scheuen die Reparatur, weil sie eine aufgestemmte Wand befürchten. Das ist unbegründet: Hinter der Betätigungsplatte sitzt eine Revisionsöffnung, und genau darüber kommt man an alle Verschleißteile. Die Platte ist abnehmbar – das ist der Zweck der Konstruktion.
Quellen
- Preise für Trink- und Schmutzwasser HAMBURG WASSER Trinkwasser 2,19 €/m³ brutto, Schmutzwasser 2,49 €/m³ abgerufen am 2026-08-06