Das ist enthalten
- Beurteilung der Leitung vor dem Einsatz
- Spülung mit auf das Rohr abgestimmtem Druck
- Entfernen von Fett, Ablagerungen und Inkrustationen
- Kontrolle des Ergebnisses, auf Wunsch mit Kamera
Was Hochdruck kann
Eine Spirale durchstößt eine Verstopfung. Sie stellt den Durchfluss wieder her, entfernt aber nicht, was an den Rohrwänden sitzt – deshalb kommt die Verstopfung bei fortgeschrittenen Ablagerungen oft nach kurzer Zeit zurück.
Die Hochdruckspülung arbeitet anders: Ein Schlauch mit Düsenkopf wird in die Leitung eingeführt, das Wasser tritt nach hinten aus und zieht den Schlauch dabei selbst vorwärts. Die Ablagerungen werden von der Wand gelöst und in Fließrichtung ausgespült. Das Ergebnis ist ein Rohr mit wiederhergestelltem Querschnitt, nicht nur ein Loch im Pfropfen.
Was Hochdruck nicht kann
Er repariert nichts. Ein Rohrbruch, eine abgesackte Muffe oder ein Wurzeleinwuchs bleiben nach der Spülung genau das, was sie vorher waren. Und bei sehr altem Bestand kann er schaden: Steinzeugleitungen aus der Vorkriegszeit und alte Gussrohre haben oft Haarrisse und lose Scherben. Was dort mit hohem Druck bearbeitet wird, kann hinterher schlechter dastehen als vorher.
Deshalb schauen wir zuerst hinein
Wenn der Zustand einer Leitung unklar ist – und das ist er in Hamburger Altbauten oft –, geht die Kamerainspektion voraus. Sie kostet eine halbe Stunde und beantwortet die entscheidende Frage: Ist die Leitung intakt genug für Hochdruck, oder brauchen wir einen anderen Weg?
Diese Reihenfolge ist der Grund, warum wir bei manchen Aufträgen von der Spülung abraten. Das ist selten das, was jemand hören will, aber es ist die ehrlichere Auskunft.
Regelmäßig statt im Notfall
Für Gewerbeobjekte, Gastronomie und größere Wohnanlagen ist eine planmäßige Spülung fast immer günstiger als der Noteinsatz – schon deshalb, weil sie sich terminieren lässt und den Betrieb nicht mitten am Abend lahmlegt.