Das ist enthalten
- Fehlersuche an Durchlauferhitzer und Speicher
- Austausch von Heizpatronen und Thermostaten
- Prüfung und Einstellung der Warmwassertemperatur
- Kontrolle der Zirkulation in Mehrfamilienhäusern
- Entkalkung von Speichern
Zuerst: Welches System haben Sie?
Die Fehlersuche hängt vollständig davon ab, wie Ihr Warmwasser erzeugt wird.
Elektrischer Durchlauferhitzer. Erhitzt beim Durchfließen, hat keinen Vorrat. Bleibt das Wasser kalt, ist der häufigste Grund die Sicherung – diese Geräte hängen an einer eigenen, starken Absicherung im Verteiler. Der zweithäufigste ist der Sicherheitstemperaturbegrenzer, der ausgelöst hat.
Warmwasserspeicher oder Boiler. Hält einen Vorrat bereit. Typisches Bild bei Defekt: Es kommt kurz warmes Wasser und dann nichts mehr. Meist ist die Heizpatrone oder das Thermostat schuld, oft in Verbindung mit Verkalkung.
Zentrale Versorgung über die Heizung. Dann hängt das Warmwasser an der Heizungsanlage, und die Ursache liegt in der Regel dort.
Der eine Spartipp, den Sie nicht befolgen sollten
Es klingt vernünftig, die Warmwassertemperatur abzusenken, um Energie zu sparen. Bei zentralen Anlagen ist es das nicht: Legionellen vermehren sich im lauwarmen Bereich besonders gut. Deshalb gibt die einschlägige Regel vor, dass das Wasser den Speicher mit mindestens 60 Grad verlässt und im Zirkulationsrücklauf 55 Grad nicht unterschritten werden.
Wer diese Werte unterschreitet, spart ein wenig Energie und schafft dafür Bedingungen, unter denen sich ein Gesundheitsrisiko aufbaut. Das ist kein gutes Geschäft.
Wenn es ewig dauert, bis warmes Wasser kommt
In Mehrfamilienhäusern hält eine Zirkulationsleitung das Warmwasser in Bewegung. Ist die Pumpe defekt oder die Zirkulation abgeschaltet, muss vor jeder Dusche erst die ganze Leitung leergelaufen sein. Das kostet spürbar Wasser – und bei Hamburger Preisen von 4,68 Euro je Kubikmeter für Trink- und Schmutzwasser summiert sich das über ein Jahr.
Quellen
- Trinkwasserverordnung (TrinkwV) Bundesministerium der Justiz Technischer Maßnahmenwert Legionellen 100 KBE/100 ml; Prüfintervalle 1 bzw. 3 Jahre abgerufen am 2026-08-06